Pisa

Pisa ist die Hauptstadt der Provinz Pisa in der malerischen Region der Toskana in Italien. Insgesamt setzt sich die Provinz aus 39 Gemeinden zusammen. Derzeit leben etwa 275.000 Einwohner im Großbereich der Stadt. Über die toskanischen und italienischen Landesgrenzen hinaus bekannt ist Pisa zum Einen durch den weltweit, durch seinen schiefen Stand berühmten Campanile (Turm), zum Anderen durch den nach der Stadt benannten europäischen Vergleich der Schulsysteme – den Pisa-Test.

Piazza dei Miracoli, Pisa

Piazza del Duomo oder Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder)

Etwas nördlich des Treibens im Stadtzentrum an den Ufern des Arno liegt die Piazza del Duomo. Der Domplatz, im Italienischen Piazza del Duomo, gehört bereits seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Er trägt außerdem den Beinamen Piazza dei Miracoli, zu deutsch Platz der Wunder. Zusammen mit dem Campo Santo, dem berühmten Schiefen Turm und dem Baptisterium bildet der imposante Dom das religiöse Zentrum der Stadt. Eingerahmt in hohe Mauern stehen die drei imposanten Bauwerke fast schon surreal wirkend auf einer riesigen, gut gepflegten Wiese. Die extrem helle Färbung der Gebäude, die sie durch den verwendeten Marmor ausstrahlen steht im Kontrast zum Grün des Rasens und der braunen Farbe der Maueranlage. Mehr …

Campanile – Der schiefe Turm

Unangefochtenes Wahrzeichen Pisas ist der freistehende Campanile, der wegen seiner schiefen Neigung weltweit bekannt ist und Tausende von Besuchern im Jahr anzieht. Er ist dank seiner beeindruckenden Architektur und des Wendelganges in seine Spitze zugleich auch einer der schönsten Türme Italiens. Im 12. Jahrhundert galt Pisa als wichtiges Handelszentrum und wurde somit von vielen verschiedenen Kulturen, wie auch der islamischen, beeinflusst. All diese Einflüsse spiegeln sich heute in den Gebäuden der Stadt, wie auch in diesem Turm, der um 1173 erbaut wurde, wieder. Wegen des Schwemmlandbodens, der zu einem großen Teil aus Sand besteht, hat sich der Turm nach und nach abgesenkt und geneigt. Neben dem Dom und dem Baptisterium wirkt der Campanile aber fast schon schmächtig.
Der berühmte Galileo Galilei war zu seiner Lebzeit besonders von der Schieflage des Campanile beeindruckt und entwickelte dort seine Studien über den freien Fall. Pro Jahr nimmt die Neigung etwa um einen knappen Zentimeter zu. Daher sperrte man den Turm im Jahr 1991 für die Öffentlichkeit und begann mit einer umfassenden Restaurierung, um das Gebäude zu stabilisieren. Bisher wurde die Neigung um ganze 44 Zentimeter verringert. Auch die Besteigung des Turms ist wieder möglich. Mehr …

Darüber hinaus sollte man als Besucher auch gleich den monumentalen Friedhof, das Dombaumuseum, das Museo delle Sinopie, das Baptisterium und den Dom selbst besichtigen. Am günstigsten ist dies mit einem Komplettticket, welches es vor Ort für etwa 12 Euro zu kaufen gibt. Mehr …

Die Piazza dei Cavalieri

Ein weiterer, sehr berühmter Platz in Pisa ist die Piazza dei Cavalieri. In der antiken Epoche galt der Platz als das wichtigste Handelszentrum. Später, ab etwa dem 16. Jahrhundert, wurde er auf Wunsch von Großherzog Cosimo I de Medici zum Sitz des Ritterordens zu Ehren des Heiligen Stefan. Auch heute noch wird der Platz von vielen historischen Gebäuden gesäumt, von denen die meisten aus dem 15. Jahrhundert stammen und vom berühmten Architekten Vasari errichtet wurden. Weiterhin befindet sich heute die Scuola Normale di Pisa, die Universität der Stadt, dort. Auch ein prächtiger Brunnen, den Palazzo dell’Orologio, die Kirche des Heiligen Stefan sowie eine Gedenkstatue an Cosimo I de Medici können Besucher auf der Piazza dei Cavalieri besichtigen.

Kunst und Kultur – das Museum San Matteo

Kunstliebhaber sollten sich das Nationalmuseum San Matteo nicht entgehen lassen. Es liegt unmittelbar am malerischen Ufer des Arno, direkt neben dem großen Palazzo Medici. Ursprünglich war das Gebäude ein Kloster, in dem Nonnen des Benediktinerordens lebten. Den Kreuzgang können Besucher heutzutage besichtigen. Dank seiner kostbaren Holzskulpturen-Sammlung gilt das Museum San Matteo als eines der bedeutendsten in ganz Italien. Darüber hinaus werden noch weitere Exponate, wie beispielsweise zahlreiche Marmorplastiken sowie Gemälde von bekannten italienischen Künstlern, ausgestellt. Unter anderem stammen die Gemälde überwiegend von Meistern der Pisaner Schule, wie beispielsweise Nino Pisano, Bonanno, Giovanni, Nicola oder Andrea, und wurden im 12. und 13.Jahrhundert geschaffen.

Das Umland

Wer Pisa verlässt, darf sich auf ein malerisches Umland freuen, das sich bestens für Wanderungen und Radtouren eignet: Malerische Weinberge, sanfte Hügel, Bauernhöfe, Olivenbäume, Zypressen und Zitrushaine bieten ein Bild, das auch gemalt sein könnte. Bei einem Urlaub in Pisa sollte man sich daher unbedingt die Zeit nehmen, die teilweise unberührt wirkende Natur der Toskana kennenzulernen.

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