Carrara

Unweit des nordwestlichen Küstenbereiches der Toskana, in den Bergen der Apuanischen Alpen befindet sich mit Carrara eine Stadt, deren Name vor allem bei Kunstfreunden und insbesondere den Liebhabern der Bildhauerei bekannt ist. Grund dafür ist die Tatsache, dass in der Nähe der Stadt seit nunmehr rund 2000 Jahren der in aller Welt berühmte weiße Marmor gebrochen wird, der noch heute einen Großteil der Marmorproduktion Italiens ausmacht. Viele der weltbekannten Renaissance-Bauten der Toskana sind mit dem weißen Carrara-Marmor verkleidet, genauso wie viele Statuen und Büsten der angesehensten Bildhauer aus dieser Zeit.

Marmor Steinbruch bei Carrara, Toskana

Stadt des weißen Marmors

So wie die ganze Region der Toskana heute aufgrund ihrer vielfältigen Landschaftsformen und kulturellen Schätze zu den beliebtesten europäischen Urlaubsgebieten zählt, gehört auch die Stadt Carrara – und das nicht nur wegen ihres Rufes als Stadt des weißen Marmors – zu den viel und gern besuchten Städten.
Die Stadt, deren Ursprung im 10. Jahrhundert liegt, erlangte erst ab der Mitte des 15. Jahrhunderts eine größere Bedeutung. Diese gründete sich in der Folgezeit und bis heute vorrangig auf dem Vorkommen und der Bearbeitung des Marmors. Carrara erstreckt sich von der Küste des Mittelmeers bis in die Gipfel der Apuanischen Alpen, einem Teil des italienischen Apennin. Vor allem wegen der gewaltigen kostbaren Marmorvorkommen ist die Stadt nahezu untrennbar mit diesem Gebirgszug verbunden, der auch die malerische Kulisse im Osten Carraras bildet.
Wie selbstverständlich trifft der Besucher der Stadt beinahe auf Schritt und Tritt auf die Spuren des edlen Carbonatgesteins. So bestehen Bordsteinkanten ebenso aus Marmor wie ein Teil der aufgestellten Sitzbänke oder der Pflanzbehälter. Zahlreiche Statuen, Skulpturen und Kunstobjekte der Moderne aus Carrara-Marmor verschönern das Bild der Stadt.
Gleich in zweifacher Hinsicht berichtet der sehenswerte Friedhof der Stadt davon. Denn die aus Marmor gefertigten Grabsteine zeugen gleichzeitig vom oft schweren Schicksal der Steinbrucharbeiter.

Sehenswertes in und um Carrara

Das historische Zentrum der Stadt liegt circa fünf Kilometer landeinwärts vom Hafen. Als bedeutendstes Bauwerk gilt der im Verlauf von über 300 Jahren erbaute Dom S. Andrea Apostolo, der Stilrichtungen von Romanik und Gotik ebenso verkörpert wie Einflüsse aus Pisa. Besonders beeindruckt die über dem Portal befindliche Rosette, die kunstvoll aus einem einzigen Marmorblock gehauen wurde. Zu den weiteren sehenswerten Bauwerken Carraras zählen die nach einem Erdbeben zerstörte aber wieder errichtete Akademie mit Kastell und Palast de Cybo sowie das als Casa Pepetti bezeichnete dreistöckige Haus aus Marmor, das bereits Anfang des 14. Jahrhunderts erbaut wurde. In dem, mehrere Gebäude und Freiflächen umfassenden, städtischen Marmormuseum kann die Geschichte des Marmor-Abbaus ebenso verfolgt werden wie seine unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten. Zahlreiche Beispiele gewähren darüber hinaus Einblicke in die verschiedenen Epochen der Marmor-Bildhauerei. Lohnenswert, weil sehr interessant ist gleichfalls ein Besuch in einem der für Touristen zugänglichen Marmor-Steinbrüche in der Umgebung.

Urlaub in Carrara

In der Innenstadt bieten zahlreiche Geschäfte hervorragende Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants wie das Locanda Apuana oder das Ocean Seafoods versprechen ein ansprechendes gastronomisches Erlebnis. Zu den beliebtesten Stränden an der toskanischen Küste des Mittelmeers zählt der in Stadtnähe befindliche Marina di Carrara, der wie die sich in südlicher Richtung anschließenden Strandabschnitte sehr feinen Sand aufweist und flach ins Meer abfällt.

Comune di Carrara

Piazza 2 Giugno 1
54033 Carrara
Tel. 0585 6411
Fax 0585 641381

Web: www.comune.carrara.ms.gov.it (IT)

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