Chianti

Das Chianti-Gebiet gehört zu den beliebtesten Urlaubsregionen in der Toskana und ganz Italiens. Besonders Weinliebhaber zieht das Gebiet magisch an. Doch auch kulturell und landschaftlich gesehen ist die Region ein interessantes Reiseziel. Das Chianti-Gebiet erstreckt sich südlich von Florenz und nimmt über ein Drittel der Gesamtfläche der Toskana ein. Häufig wird das Chianti-Gebiet als schönster Teil der Toskana bezeichnet. Auf den ersten Blick wirkt die Region nicht wie ein typisches Weinbaugebiet, sondern die hügelige Landschaft zeigt sich eher von Waldgebieten geprägt, die zum Wandern einladen. Doch rund um die alten Orte finden sich wunderschöne Weinberge, die auch heute noch auf traditionelle Weise bewirtschaftet werden und den berühmten Chianti hervorbringen, der die Herzen vieler Weinliebhaber schneller schlagen lässt. Durch das Gebiet führt die „Via Chiantigiana“ eine 70 km lange Weinstraße, die Florenz und Siena verbindet. Entlang der Straße finden sich viele der bekannten Weinorte, aber auch wunderschöne natürliche Landschaften prägen das Bild der Region.

Die bewegte Geschichte des Chianti

Die Geschichte der Region ist sehr bewegt und wechselhaft. So wurde das Gebiet bereits von den Etruskern besiedelt. Etwas später folgten die Römer. Beide Kulturen hinterließen deutliche Spuren in der Region. Schon zu diesen Zeiten fand der Weinbau in der Region seinen Ursprung. Bis heute prägt er die Region. Unter Chianti verstand man ursprünglich einen militärischen Zusammenschluss der Städte Radda, Castellina und Gaiole. Heute ist das Gebiet, welches als Chianti bezeichnet wird, deutlich größer. Schon im Mittelalter fanden umfangreiche Waldrodungen in der Region statt, um Olivenhaine und Weinberge anzulegen. Diese Maßnahmen brachten der Region nicht nur wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch internationale Anerkennung als Weinbauregion.

Sehenswürdigkeiten des Chianti

Die landschaftlich attraktive Region hält zahlreiche Sehenswürdigkeiten bereit, die die Vergangenheit lebendig erhalten. Besonders die bekannten Weinorte der Region sind sehr attraktiv, da diese schon sehr früh entstanden. So lohnt ein Besuch des Dorfes Barberino Val d’Elsa. Das beschauliche Dorf ist sehr sehenswert, besonders die kleine Burg des Ortes ist einen Besuch wert. Von dort hat man einen einzigartigen Blick auf Barberino und Tavenelle Val d’Elsa. Ebenso sehenswert ist die Festung des Palazzo Ugolino in Castellina. Hier finden sich zudem die Nekropolen eines etruskischen Hügelgrabes. Sehr malerisch zeigen sich die Siedlungen Montegonzi, Convertoie, Poggibonsie und Radda. San Casciano in Val die Pesa lockt mit einer gut erhaltenen Stadtmauer, während Mercatale in Val die Pesa mit einem mittelalterlichen Platz die Besucher verzaubert. Ein einzigartiges Schloss mit einem weitläufigen Park finden Besucher Richtung Mercatale auf dem Hügel. Viele sehenswerte Orte lassen sich auch gut zu Fuß erreichen, denn die Region bietet ideale Bedingungen für Wanderer. Zudem lohnen Ausflüge nach Florenz, Siena und Pisa.

Genuss pur – Kulinarische Köstlichkeiten und exzellente Weine

Die Küche des Chianti zeigt sich sehr bodenständig. Genutzt werden besonders regionale und saisonalen Zutaten. Es ist eine eher deftige Küche, nichts für Kalorienzähler. Während in den warmen Monaten auf frisches Gemüse gesetzt wird, werden im Winter häufig kräftige Suppen angeboten. Auch Wildgerichte spielen in der regionalen Küche eine wichtige Rolle. Spezialitäten wie Ribollita, ein rustikaler Eintopf, sind typisch für die Küche des Chianti. Natürlich gehört zu einem typischen Mahl in der Region auch ein gutes Glas Wein. So wird in jedem Restaurant und jedem Gasthaus der exzellente Chianti Classico angeboten. Der Chianti ist eine der wichtigsten Weinbauregionen Italiens, der Besuch eines der vielen Weingüter inklusive Weinprobe ist interessant und sehr zu empfehlen. Die guten Weine und kulinarische Köstlichkeiten des Chianti werden auch auf den zahlreichen Dorf- und Stadtfesten geboten, die von Frühjahr bis in den Herbst hinein stattfinden.

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