Parco Regionale della Maremma

Maremma Nationalpark

Seit 1975 besteht das 9.800 ha große Naturschutzgebiet "Parco Naturale della Maremma" oder „Parco dell’Uccellina“ oder auch einfach nur "Maremma Nationalpark" entlang der südlichen toskanischen Küste zwischen Principina Mare im Norden und Talamone im Süden in der toskanischen Region Maremma.

Pinienwälder, Berge, Sumpf und Dünen

Der Nationalpark im Süden der Toskana kann grob in drei Landschaftszonen unterteilt werden: Im Osten nahe dem Ort Albarese dominieren bewirtschaftete Weiden und Pinienwälder. Nahe der Ombrone-Mündung befinden sich ausgedehnte Sumpfgebiete und flache Seen, an die sich Wanderdünen anschließen. Und schließlich erhebt sich noch der über 400 Meter hohe Gebirgszug Monti dell´Uccellina über die Wildnis. An seinen Hängen herrscht die typisch mediterrane Macchie (ital. Macchia – typisch mediterraner Buschbewuchs) vor und es breiten sich tiefgrüne Steineichenwälder aus.


Tiere des Maremma Nationalparks

In dieser unberührten Natur haben unzählige Tiere ein Rückzugsgebiet gefunden: In den Wäldern verstecken sich Wildschweine und Damwild, auch Stachelschweine und Füchse fühlen sich im Parco Naturale della Maremma wohl. Das felsige Gelände der Monti dell´Uccellina bietet ein Refugium für äußerst seltene Tierarten, wie z. B. die Wildkatze und den Steinmarder. Auf den Koppeln nahe Albarese weiden Maremma-Pferde und das Maremmana, eine größere, nur hier gezüchtete Rinderart. Die auch als Maremma-Rinder bezeichneten Nutztiere sind deutlich größer als ihre Artgenossen, die Hausrinder. Neben der hellen fleckigen Färbung sind die riesigen Hörner bezeichnend für diese Rinderart.
Eigentlich war der Naturpark als Vogelschutzgebiet konzipiert: Während manche Vogelarten, wie der Reiher oder der Bussard, hier ganzjährig zu Hause sind, nutzen Zugvögel ihn als Winterquartier bzw. als Nistplatz. Während der sommerlichen Brutzeit ist der Park daher nur eingeschränkt für Besucher zugänglich.


Sehenswertes

Auf dem Parkgelände ragen zahlreiche Ruinen von Wachttürmen auf. Diese wurden aus Angst vor den Überfällen der Sarazenen errichtet. Sie boten eine hervorragende Aussicht auf das Meer hinaus, über das die Angreifer für gewöhnlich einfielen.
Sehenswert ist auch die Abteiruine von San Rabano. Dieses Benediktinerkloster stammt ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert und wurde später zu einer Festung umgebaut. Nach einem Streit zwischen Pisa und Siena um die Abtei, die zugunsten von Siena ausfiel, wurde die Abtei im Jahr 1438 abgerissen. Heute sind nur noch Teile der Klosterkirche und des Turmes erhalten.

An der Ombronemündung kommen Naturinteressierte auf ihre Kosten: Hier wurde ein Naturlehrpfad eingerichtet und eine Vogelbeobachtungsstation erbaut. Auch eine historische Wasserregulierungsanlage ist zu sehen. Sie war einst zur Kontrollierten Abgabe des Flusswassers in die angrenzenden Kanäle gebaut worden. An die Flussmündung schließt sich ein 6 km langer Naturstrand an, von dem allerdings nur 2 Kilometer für Spaziergänger freigegeben sind.


Ente Parco Regionale Della Maremma

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