Regionalpark Migliarino (Parco Regionale Migliarino San Rossore Massaciuccoli)

Der italienische Regionalpark Migliarino (Parco Regionale Migliarino San Rossore Massaciuccoli) ist ein Anziehungspunkt für naturinteressierte Reisende. Der Nationalpark erstreckt sich entlang der toskanischen Mittelmeerküste zwischen den Städten Viareggio im Norden, Pisa im Osten und Livorno im Süden. Auf einer Fläche von über 23.000 ha Land begegnet man einer großen Vielfalt von Landschaftsformen, Pflanzen und Tieren. Waldgebiete machen ein Drittel der gesamten Fläche aus, darunter viele Pinienwälder. 3.000 ha des Parks bestehen aus Wasserflächen in Gestalt von Flüssen, Seen, Teichen und Sümpfen. Der bekannteste Fluss ist der Arno, der größte See der Lago di Massaciuccoli. Am Meer erstreckt sich der Park zwischen Calambrone und Viareggio über 23 km Sandstrand. Etwa 9.000 ha der Parkfläche werden auch landwirtschaftlich genutzt. Besonders beliebt ist die Erkundung bei Wanderungen. Ein Großteil des Parks ist durch entsprechende Wege erschlossen. Angenehme Alternativen bieten auch Ausflüge mit dem Fahrrad, zu Pferd oder mit der Kutsche.

Landgut San Rossore

Einen besonders guten Einblick in die Flora und Fauna findet man auf dem Landgut San Rossore. Dieses 4.800 ha große Gebiet gilt geografisch und ökologisch als Kern des Parks. An der Küste sind typische Pflanzenarten zu bestaunen, darunter Pankraz-Lilien, Strandwinden, Stacheldolden und Strandhafer. Letzterer hat eine wichtige Funktion für die Entstehung der Dünen, die in Meernähe überall zu sehen sind. Typische Baumarten der trockenen Dünengebiete sind Steineichen und italienische Steinkiefern. Es lohnt sich, ein Fernglas dabei zu haben, denn an der Küste sind auch viele Vogelarten beheimatet. Mit etwas Glück sind nicht nur Möwen und Enten zu sehen, sondern auch Austernfischer, Basstölpel, Blauracken und der Große Brachvogel.
Im Südteil des Landgutes finden sich auf einer Fläche von ca. 400 ha die sogenannten „Lame“. Diese mit Gras bewachsenen Sumpfgebiete werden regelmäßig überschwemmt. Es gibt einige typische Baumarten wie Eschen, Erlen, Stieleichen und Pappeln zu bestaunen. Manche der Bäume wurzeln direkt im Wasser. Das Gebiet beheimatet zahlreiche Wasservögel, etwa Reiher und Kormorane, und natürlich Möwen und Enten. Wer sich die Zone gern unter fachkundiger Leitung ansehen möchte, kann an einer der angebotenen Führungen teilnehmen.
An das Küstengebiet angrenzende Regionen des Landgutes bieten einer ganz anderen Fauna einen Lebensraum. Hier kann man unter anderem Damhirschen oder Wildschweinen begegnen. Vogelfreunde können in den mit Wald bewachsenen Teilen viele Bunt- und Schwarzspechte sehen. Typische Baumarten sind Stein- und Stieleichen, Pinien, Erlen und Eschen.

Landgut Tombolo

Ein weiterer interessanter Teil des Nationalparks ist das etwa 5.000 ha große Landgut Tombolo. Es umfasst zwei WWF-Zonen. In der ersten, dem Bosco di Cornacchiaia, können Besucher so unterschiedlichen Tierarten wie Füchsen, Dachsen, Baumhörnchen, Siebenschläfern, Stachelschweinen und Sumpfschildkröten begegnen. Der Wald beheimatet außerdem Eichelhäher, Spechte und zahlreiche Singvogelarten. In der zweiten WWF-Zone, der Dune di Tirrenia, sind besondere Pflanzen wie die Gewöhnliche Goldrute und die Griechische Baumschlinge zu sehen.

Macchia Lucchese, Landgute Migliarino, Coltano und Borbone

Auch die Landgüter von Migliarino, Coltano und Borbone können sich Reisende gut bei Wanderungen erschließen. Die Wege im Gebiet Macchia Lucchese zählen zu den besonders leicht begehbaren und bieten Zugang zu einigen Wald- und Küstenzonen. Besucherzentren befinden sich unter anderem in Coltano sowie in der Villa Borbone.

Ente Parco Regionale Migliarino San Rossore Massaciuccoli

Loc. Cascine Vecchie
Tenuta di San Rossore
56122 Pisa

Web: www.parks.it/parco.migliarino.san.rossore

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